ENDT (bis 1845 auch VONENDT bzw. VON ENDT, um 1600 auch AM END, um 1505 auch VON ENDE) – ab 1727 Bärringer Linie

Ein Teil meiner Vorfahren waren von Adel. Es handelt sich um das ursprünglich thüringisch-sächsische Uradelsgeschlecht v. ENDE, das sich im Mittelalter - lateinisch - a FINE schrieb. Wappen: In Gold ein springender natürlicher Wolf (Mitteilung Joachim v. ROY vom 04.07.2006). Nach SIEBMACHERsches Wappenbuch, Band 21 „Die Wappen des sächsischen Adels, meissnerischer und thüringer Uradel“, ca. um 1000 „im goldenen Schild ein rechts schreitender schwarzer Wolf, Helm: offen gekrönt, darauf als Kleinod der Wolf sitzend. Helmdecke: schwarz gold. Bedeutung: ein rechts schreitender schwarzer Wolf bedeutet List, Kraft und Stärke; der offen gekrönte Helm versinnbildlicht die gute Abkunft und Turnierfähigkeit des Geschlechtes, schwarz bekundet Demuth, gold Ansehen und Hoheit (Mitteilung Reiner VONEND aus Gommern vom 06.03.2007).

Die ENDTs der Bärringer Linie haben Ihren Stammvater in Johann Zacharias von ENDT (ab 1845 nur noch ENDT) der 1680 in Gottesgab als Sohn des Weißbäckers Zacharias VON ENDT (geb. 1652) geboren und 1712 als Lehrer in Bärringen vorgestellt wurde. Ein Götz von ENDE nahm schon im Jahre 996 an einem Turnier in Braunschweig teil. Im 11. Jahrhundert wurde die Familie in Sachsen und Thüringen seßhaft. 1530 erneuert und bestätigt ihnen Kaiser Karl V. den Freiherrntitel, der ihnen bereits Anfang des 13. Jahrhunderts zugesprochen war (Mitteilung Reiner VONEND aus Gommern vom 06.03.2007).

Die Schreibweise des Namens VONEND und VONENDT wird gleichfalls variiert, nachweisbar sogar in einer Abschrift einer Gerichtsverordnung vom 3. November 1843 über die Adelsprävalierung der Tagelöhner Vater und Sohn  Adalbert VONEND, denen die Führung des Adelstitels untersagt wurde, da sie „eine Nachweisung des Adels beizubringen unvermögen sind, daher dieselben nach dem Erachten des k. Fiskalamtes, die fernere Adelsprävalierung nicht zu gestatten seyn dürfte“. Weil die Adelsprävalenten als einfache Bürgersleute in einem kleinen Landstädtchen mit den bestehenden Adelsvorschriften nicht vertraut waren, wurde auf eine Strafe verzichtet, im Wiederholungsfalle jedoch angedroht. Die Schreibweise VONENDT wurde offenbar, wie gleichfalls die Änderung der in Bärringen vorhandenen Matriken, angeordnet.

Gegen diese Anordnung des k. k. Gubernialamtes Elbogen von 1843 hätte (…) Einspruch erhoben werden müssen, da diese Anordnung nicht durch bestehende Gesetze gedeckt war (Mitteilung Reiner VONEND aus Gommern vom 06.03.2007).

Mein ältester nachweisbarer Vorfahre dieser Linie ist Freiherr Nickel VON ENDE, * vermutlich 1452, † nach 1505. Er wird 1505 als Freiherr erwähnt.

 
 

Obere Abb.: Das Wappen von ENDE aus SIEBMACHERsches Wappenbuch Band 21. Mitteilung Reiner VONEND aus Gommern  vom 17.03.2007- Ahnengemeinschaft.

Mittlere Abb.: Ein Teil der Ahnenliste von ENDT.

Untere Abb.: Auszug aus der Trauungsmatrik der kathol. Kirche zur allerheiligsten Dreifaltigkeit zu Bärringen in Böhmen von 1941 zur Heirat meiner Altgroßeltern Johann Konrad VONEND und Franziska Karolina SCHÜTZ als so genannter "Nachweis der arischen Abstammung".